Die Schweiz wächst – ein Blick auf die Bevölkerungsentwicklung

Gerade einmal knapp 500‘000 Haushalte zählte man in der Schweiz im Jahr 1850. Heute, 168 Jahre später, sind es etwa 3,7 Millionen. Dies ist eine Steigerung um mehr als das Sechsfache. Gleichzeitig stieg die Einwohnerzahl von 2,4 auf 8,5 Millionen auf mehr als das Dreifache. Dabei zeigt sich: Vor allem die Zahl der kleinen Haushalte hat in dieser Zeit stark zugelegt, grosse Haushalte gibt es dagegen weniger.

Wanderungssaldo bleibt stabil

Für den starken Anstieg der Privathaushalte zwischen 2000 und 2015 war nebst strukturellen Veränderungen auch ein anderer wichtiger Faktor verantwortlich: die Zuwanderung in die Schweiz. Die effektive Einwanderung betrug 2017 gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) gesamthaft 105‘040 (2016: 109‘623) Personen. Zieht man hiervon die Auswanderer ab, ergibt sich für das Jahr 2017 ein Wanderungssaldo von 53‘221 (60‘262) Menschen. Die Zuwanderung ist derzeit auf einem Niveau von etwa 50‘000 bis 55‘000 Personen stabil. Entsprechend wird weiterhin neuer Wohnraum benötig.

Die Fertigstellung neuer Wohneinheiten bewegt sich aktuell zwischen 40‘000 und 50‘000 Einheiten pro Jahr. So produziert die Immobilienwirtschaft in manchen Gegenden auch zuweilen modernen Leerstand. Die Leerwohnungsziffern in den Metropolen und deren Agglomerationen sind aber weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Gesamtzahl der Leerwohnungen wurde zuletzt vom BFS mit rund 72‘000 angegeben. Experten rechnen damit, dass diese Zahl im kommenden Jahr auf voraussichtlich 80‘000 steigen wird.

Das vom BFS berechnete mittlere Referenzszenario prognostiziert eine weitere Zunahme der Anzahl Privathaushalte in den kommenden Jahren. Hauptgrund für diese Entwicklung ist das Bevölkerungswachstum durch Wanderungsströme. Bis 2045 soll die Zahl der Haushalte von 3,7 auf 4,6 Millionen steigen (+ 23 %). Für das Jahr 2025 wird eine Zahl von vier Millionen Haushalten erwartet, somit 8 % mehr als heute.

Mehr Ein- und Zweipersonenhaushalte

Die Zehn-Millionen-Einwohner-Grenze wird laut den Statistikern etwa zwischen 2035 und 2040 überschritten. Prozentual betrachtet werden vor allem die Altersgruppen 65+ sowie 80+ an Gewicht gewinnen. Das BFS-Referenzszenario geht aber auch davon aus, dass die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter 20 Jahren leicht ansteigt: von 1,67 (2015) auf 1,90 Millionen (2045). Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung sinkt dagegen von 20 % (2015) auf voraussichtlich 18,6 % (2045).

Grafik: Entwicklung der Privathaushalte nach Haushaltsgrösse von 1920 bis 2045

grafik zeigt entwicklung der anzahl privathaushalte in der schweiz nach haushaltsgroesse von 1920 bis 2045. die haushaltsgroessen sind unterteilt in eine person, zwei personen, drei personen, vier personen, fuenf personen sowie sechs personen oder mehr.

Quelle: BFS

Fazit

Die Erhöhung der Lebenserwartung sorgt für eine Zunahme der Ein- und Zweipersonenhaushalte. Auch die niedrige Geburtenziffer bei den nachwachsenden Generationen führt zu einem Anstieg der Kleinhaushalte. So wird sich die Zahl der Einpersonenhaushalte von 1,3 auf 1,7 Millionen im Jahr 2045 erhöhen (+31 %). Auch die Zweipersonenhaushalte werden gemäss Referenzszenario von 1,2 auf 1,5 Millionen ansteigen, was ein Plus von 26 % bedeutet. Hierauf haben sich künftige Wohninvestoren und -vermieter einzustellen.

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